Noch immer sind viele deutsche Verbraucher zögerlich in Sachen Internet-Shopping. Dies ist der Fall, obwohl viele Bundesbürger schon einmal etwas im Web gekauft oder bestellt haben. Zu diesem Ergebnis kommen viele aktuelle Untersuchungen. Doch warum scheuen sich viele Menschen vor dem virtuellen Einkaufsbummel? Gegenüber herkömmlichem Einkauf bietet des Online-Shopping eine ganze Reihe von Vorteilen.
Besonders Kundenfreundlich sind Online-Shops aufgrund ihrer großzügigen Widerrufs- und Rückgaberechte. Laut dem Fernabsatzgesetz ist es jedem Kunden gestattet, online gekaufte Artikel innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe eines Grundes zurückzugeben. Der Shop muss die Ware innerhalb dieser Zeit zurücknehmen und dem Kunden sein Geld wiedergeben. Ein derartiges Widerrufsrecht gibt es in Läden nicht. Hier kann man lediglich auf die Kulanz des Verkäufers hoffen oder die Ware nur dann zurückgeben, wenn sie einen erkennbaren Mangel enthält. Im E-Commerce herrschen also relativ großzügige Verbraucherrechte. In nächster Zeit sollen sie sogar noch weiter ausgebaut werden.
Demnächst soll die so genannte BGB-Informationspflichten-Verordnung erlassen werden. Sie soll eindeutige Richtlinien für Streitigkeiten um die Rückgabe und Versandkostenerstattung schaffen. Im ersten Paragrafen dieser Verordnung ist festgehalten, worüber ein Händler seine Kunden in jedem Fall zu informieren hat. Zudem enthält die Verordnung in ihrem Anhang Musterbeispiele für eindeutige Rückgabe- und Widerrufsbelehrungen. Online-Händler haben noch bis zum 01. Oktober diesen Jahres Zeit, die Regelungen dieser neuen Verordnung in ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu übernehmen.
Ebenfalls haben die Händler lauf Verordnung die Verpflichtung, ihren Kunden beim Kauf in schriftlicher Form über die geltenden Liefer-, Versand- und Rückgabebedingungen aufzuklären. Vergisst der Händler den Text zu übermitteln, dann gilt das Widerrufsrecht fristlos.
Demnach ist es beim Einkaufen im Internet ohne weiteres möglich, ein Produkt auszuprobieren und bei nichtgefallen wieder zurück zu senden. Enthält der Artikel bei Rücksendung innerhalb der 14-Tage-Frist, dann muss der Kunde den Wert der Ware ersetzen.
Online-Shopping bezeichnet einen virtuellen Einkaufsvorgang über die Datenfernübertragung. Ein Geschäft zwischen Anbieter und Kunden wird so über das Internet abgewickelt. Der elektronische Handel erfolgt hierbei über bestimmte Webshops, die sich entweder auf bestimmte Artikel spezialisiert haben oder, wie im klassischen Versandhandel, eine breite Palette unterschiedlicher Produkte anbieten. Darüber hinaus gibt es Online-Aktionshäuser, bei denen Privatleute eigene Artikel verkaufen können. Hier hat jeder, der mit einem eigenen Konto angemeldet ist, die Gelegenheit, virtuell an einer Aktion teilzunehmen und Schnäppchen zu ergattern. Über ein Couponing-Portal und Gutschein-Netzwerk können ebenfalls Rabatt erzielt werden.
Insgesamt wird Online-Shopping bislang von vielen Bundesbürgern noch unterschätzt. Einkaufen im Internet ist sicherer, als von vielen Verbrauchern angenommen wird. Betrüger gibt es sicherlich einige im Netz, doch sie sind ebenso im herkömmlichen Handel vertreten.